Die Buchholzer Wirtschaftsrunde zu Gast

Buchholzer Wirtschaftsrund e.V. . Unter dem Motto „Gefahrenabwehr im Ehrenamt, Standortfaktor Freiwillige Feuerwehr“ lud die Buchholzer Wirtschaftsrunde zu einem weiteren Unternehmertag in das Feuerwehrhaus der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Buchholz ein. Zahlreiche Gäste aus Politik, Verwaltung, Behörden, Organisationen und Bildungseinrichtungen trafen zum Netzwerken auf die Mitglieder der Wirtschaftsrunde. Unter den zahlreichen Gästen konnten die Vorstandsmitglieder Frank Krause und Oliver Weiß u. a. den neuen Kreisrat des Landkreises Harburg, Herrn Josef Nießen, den Bürgermeister der Stadt Buchholz Herrn Jan-Hendrik Röhse, Kreisratsmitglied Dr. Hans-Heinrich Aldag, sowie Mitglieder des Stadtrates und der Ortsräte der Stadt Buchholz begrüßen. Ebenfalls vor Ort waren u. a. Frau Sonja Bausch von der IHK Lüneburg-Wolfsburg und Herr Dr. Jöran Wrana von der Süderelbe AG. Seitens der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Buchholz waren Stadtbrandmeister André Emme, der stv. Stadtbrandtmeister und Ortsbrandmeister der Freiwilligen Feuerwehr Trelde, Christian Matzat, Ortsbrandmeister Thomas Meschkat aus Sprötze, sowie Ortsbrandmeister Ralf-Jürgen Behrens-Grünhage, sowie sein Stellvertreter Florian Marks aus Buchholz zugegen.

In ihrer Begrüßung gingen Frank Krause und Oliver Weiß auf die Bedeutung der Freiwilligen Feuerwehren und dem im Ehrenamt praktizierten Brandschutz in Deutschland ein. Der überwiegende Teil dieser Aufgabe wird durch rd. 1 Mio. ehrenamtlichen Feuerwehrleuten in 23.000 Freiwilligen Feuerwehren bundesweit sichergestellt. Krause und Weiß, beide selbst aktive Feuerwehrmänner in Reihen der Ortsfeuerwehr Holm, skizzierten ihren Werdegang und Motive für den Dienst in der in der Feuerwehr.

Bürgermeister Jan-Hendrik Röhse ging in seinem Grußwort neben dem bereits öffentlich diskutierten Feuerwehrbedarfsplan u. a. auf die aktuelle Haushaltslage der Stadt Buchholz und den erstmals verabschiedeten Doppelhaushalt 2019/2020 ein. Insbesondere die aus der Umsetzung der Landesgesetze zur Kindesbetreuung und den daraus resultierenden Mehrausgaben für Kindertagesstätten belasten die Handlungsfähigkeit der Stadt immens. Hinzu kommen anstehende und unaufschiebbare Infrastrukturinvestitionen, die weitestgehend über Kredite zu finanzieren sind.

Stadtbrandmeister André Emme gab den anwesenden Teilnehmern des Unternehmertages einen eindrucksvollen Einblick in die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Buchholz. Zu insgesamt 617 Einsätzen wurden die 270 aktiven Feuerwehrleute der Stadt Buchholz im Jahre 2017 alarmiert. Hinzu kommen zahlreiche Ausbildungs- und Übungsdienste, die die Feuerwehrleute in ihrer Freizeit leisten. „Feuerwehr ist kein Hobby, sondern eine Berufung“, so Stadtbrandmeister Emme. Die Herausforderungen an die Sicherstellung des Brandschutzes in der Stadt Buchholz wurden kürzlich in einem eigens aufgestellten Feuerwehrbedarfsplanes benannt. Die Umsetzungen hieraus stellt die Stadt vor erhebliche Zusatzinvestitionen in den Brandschutz. Diese sind jedoch vor dem Hintergrund der vorhandenen Strukturen, hier insbesondere bei Lage und Zustand von einzelnen Gerätehäusern, die der Aufgabenstellung und Größe der Wehren anzupassen sind und an verkehrstechnisch benachteiligten Standorten liegen, zwingend umzusetzen. Die Maßnahmen des Feuerwehrbedarfsplanes sind dazu geeignet, den Brandschutz in der Stadt Buchholz auch zukünftig sicherzustellen und in Teilen deutlich zu verbessern.

Stadtbrandmeister Emme appellierte weiterhin an die anwesenden Arbeitgeber, ihre Arbeitnehmer für den Dienst in der Feuerwehr bei Bedarf werkstags in schwerwiegenden Gefahrensituationen freizustellen, um die Tageseinsatzbereitschaft insbesondere in der Stadt Buchholz abzusichern. Dies würde dem Gemeinwohl dienen, Lohnausfallkosten würde die Stadt Buchholz auf Antrag erstatten.

Der Unternehmertag klang mit einem gemeinsamen Imbiss und vielen interessanten Netzwerkgesprächen aus.

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