Abschlussbericht 2018

Im Berichtsjahr 2018 sind die fünf Ortsfeuerwehren der Stadt Buchholz zu 489 (2017: 615) Einsätzen ausgerückt. Dies entspricht einem Durchschnitt von 1,3 Alarmierungen pro Tag.

450 der Einsätze wurden im Einsatzgebiet der Stadt Buchholz i. d. Nordheide angefahren, während 39 Mal überörtlich in anderen Gemeinden ausgeholfen werden musste, beispielsweise mit der Drehleiter, Tanklöschfahrzeugen, sowie dem Rüstwagen bei Sturm, Brand und Verkehrsunfällen.

Während im Berichtsjahr 2017 noch 464 Technische Hilfeleistungen abgearbeitet wurden, sank diese Zahl im Jahr 2018 auf 244. Dies lag insbesondere an den ausbleibenden Stürmen, welche 2017 zu zahlreichen Einsätzen führten und die Einsatzkräfte stark beschäftigten.

Weiterhin ist die Zahl der Notfall-Türöffnungen mit 37 Einsätzen auf einem hohen Niveau (2017: 51).

Im Jahr 2018 ist zusätzlich ein Anstieg der Löscheinsätze zu verzeichnen. 171 Feuer mussten bekämpft werden, was einem Anstieg von 22 Bränden zum Vorjahr entspricht (2017: 149). Insbesondere der heiße und trockene Sommer führte dazu, dass die Vegetationsbrände stetig zunahmen. Zusätzlich zu der bereits hohen Brandgefahr, beschäftige eine Serie von Brandstiftungen in Wäldern die Einsatzkräfte der Feuerwehr und Polizei über einen längeren Zeitraum. Ein kleiner Hinweis am Rande: 33% der Stadt Buchholz i. d. Nordheide sind Waldgebiet.

Im Gedächtnis blieb weiterhin der Brand eines Einfamilienhauses im Sperberweg, sowie der Brand eines Reetdachhauses in Holm-Seppensen. In beiden Fällen konnten alle Personen die Häuser verlassen, die Brände konnten jedoch nicht mehr rechtzeitig unter Kontrolle gebracht und ein Abbrennen der Häuser somit nicht mehr verhindert werden.

Ein neues Odoriermittel für die Gasleitungen der Stadtwerke sorgte dafür, dass vermehrt Einsätze zum Thema „Technische Hilfeleistung – Gasaustritt“ gemeldet wurden. Odoriermittel werden dem Gas beigemischt, sodass etwaige Leckagen schnell bemerkt, bzw. errochen werden können. Der Geruch erinnert an verfaulte Eier. Aufgrund einer Umstellung musste kurzfristig eine stark erhöhte Konzentration eingesetzt werden, woraufhin auch durch kleinste Lücken in den Gasleitungen der Geruch wahrnehmbar war. Eine Gefahr bestand jedoch nicht.

Die Teilnahme der Freiwilligen Feuerwehr an einer Terrorübung in dem dem Einkaufscenter Buchholz Galerie hat uns deutlich gemacht, was Terror für eine Stadt wie Buchholz bedeuten kann. In dem Szenario wurde auch ein Feuerwehrmann angeschossen. Die anschließenden Rettungsaktionen, sowie die Versorgung der Verletzten durch die Einsatzkräfte wurde von allen Beobachtern der Übung gelobt.

273 aktive Kameradinnen und Kameraden (2017: 270) üben ihren Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Buchholz aus. 70 Mitglieder (2017: 65) zählt die Jugendfeuerwehr und 84 Kameraden (2017: 77) befinden sich in der Altersabteilung. Somit wird unsere Freiwillige Feuerwehr durch 427 Personen aus diversen Altersgruppen vertreten.

Nachdem 2017 der Feuerwehrbedarfsplan beauftragt wurde, konnte dieser im Januar 2018 von der Firma Forplan GmbH vorgestellt werden. Der mehr als 200 Seiten umfassende Bericht musste nun zunächst von der Politik und der Verwaltung verarbeitet werden, um anschließend ein Konzept zur Umsetzung zu erarbeiten. Folgende Maßnahmen wurden für die kommenden Jahre geplant:

Drei neue Feuerwehrhäuser werden gebaut. Die Ortsfeuerwehr Holm zieht nach Holm-Seppensen. Der Baubeginn wird mit 2020 angesetzt. 

Für die Ortsfeuerwehr Buchholz entsteht ein zweites Feuerwehrhaus im Westen von Buchholz, Baufbeginn: 2021. Die Kosten für beide Häuser sind im jetzigen Doppelhaushalt eingeplant. 

2022 folgt der Neubau des Feuerwehrhauses der Ortsfeuerwehr Sprötze. Die Ortsfeuerwehr Sprötze erhält zudem im Rahmen der Ersatzbeschaffung 2019 eine neues HLF.

Die Ortsfeuerwehr Holm erhält durch die Planungen im Feuerwehrbedarfsplan als zusätzliches neues Fahrzeug ein Tanklöschfahrzeug 4000. Dieses Fahrzeug erhöht die taktische Schlagkraft aller fünf Ortsfeuerwehren mit zusätzlichen hohen Wasserreserven und ist auch als Einzelfahrzeug bei Vegetationsbränden gut einsetzbar.

Training für den Ernstfall

Am vergangenen Wochenende durften die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Buchholz i. d. Nordheide erneut in den Genuss einer mobilen Brandgewöhnungsanlage kommen. Diese Anlagen können für wenige Tage angemietet werden und bereiten die Einsatzkräfte auf diverse Brände vor. Insbesondere das echte, durch Gas gesteuerte Feuer, die daraus resultierende Hitze, schlechte Sichtverhältnisse und Stress sind wertvolle Faktoren für eine möglichst realistische Ausbildung.

In diesem Fall wurde der Brand eines Kellers simuliert, in welchem unter anderen ein brennender Kellerabgang, eine defekte Gasleitung mitsamt Feuer, sowie ein brennendes Sofa zur Kulisse gehörten. Hier galt es jeweils, die Brände zügig und unter Einhaltung der Sicherheitsvorschriften zu bekämpfen, um das Szenario erfolgreich abschließen zu können. Aufgrund der Dunkelheit und den allgemein schlechten Sichtverhältnissen keine einfache Aufgabe. Zeitgleich entfachten sich regelmäßig Brände hinter, vor und auch über den eingesetzten Trupps, welche somit mit einer Menge Stress konfrontiert wurden.

Diese Art von Ausbildung ist ungemein wichtig für alle ausgebildeten Trägern von umluftunabhängigen Atemschutzgeräten, um diese auf den Ernstfall vorbereiten zu können. Eine feste Brandgewöhnungsanlage für den Landkreis Harburg befindet sich bereits in der Planung und soll an der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Hittfeld errichtet werden.

Ehrungsabend der FF Sprötze

Vergangenen Freitag fand der Ehrungsabend der FF Sprötze statt. Bei diesem werden langjährige Mitgliedschaften und andere, besondere Ehrungen in einem besonderen Rahmen vorgenommen. In diesem Jahr wurden 4 Kameraden für langjährige Mitgliedschaften geehrt, alle vier zusammengerechnet 195 Jahre.

Zu Beginn berichtete Kreisbrandmeister Volker Bellmann den Anwesenden über seinen Sinn für Sicherheit, der Eberhard Wentzien besonders auszeichnet, war er doch viele Jahre als Sicherheitsbeauftragter innerhalb der FF Sprötze und der Stadtfeuerwehr Buchholz aktiv gewesen. Ebenso stand er einige Zeit in seiner Rolle als stellvertretender Gruppenführer der FF Sprötze zur Seite. Nun ist er der Sprecher der Altersgruppe. Er wurde mit dem Ehrenzeichen des niedersächsischen Landesfeuerwehrverbands für 60-jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet.
Der Kreisbrandmeister fuhr fort, Ehrenortsbrandmeister Henry Geist für 50-jährige Mitgliedschaft zu ehren und verlieh ihm das Ehrenzeichen des niedersächsischen Landesfeuerwehrverbands für 50-jährige Mitgliedschaft in der Feuerwehr. Henry Geist hatte während seiner aktiven Dienstzeit 12 Jahre das Amt des Ortsbrandmeisters und weitere 12 Jahre das des stellvertretenden Ortsbrandmeisters. Außerdem war er 6 Jahre als Stadtausbildungsleiter für die Ausbildung der Kameradinnen und Kameraden der Stadtfeuerwehr Buchholz verantwortlich.

Des Weiteren wurden Rolf Kröger für 60-jährige Mitgliedschaft und Tobias Foth für 25-jährige Mitgliedschaft in der Feuerwehr geehrt. Leider konnten die Beiden der Veranstaltung aus unterschiedlichen Gründen nicht beiwohnen.

Ortsbrandmeister Thomas Meschkat dankte seinen vier Kameraden für ihre bereits geleisteten Dienste und lobte ihren Einsatz. Auch der stellvertretende Stadtbrandmeister der Stadt Buchholz, Christian Matzat, brachte seinen Dank zum Ausdruck.

Außerdem lobten der Bürgermeister der Stadt Buchholz, Jan-Hendrik Röhse, und die Ortsbürgermeisterin von Sprötze, Heidi Micheel, den jahrelangen Einsatz und die Ausdauer der geehrten Mitglieder für das Allgemeinwohl.

In angenehmer Atmosphäre und entspannter Runde klang dann die Veranstaltung aus.

Die Buchholzer Wirtschaftsrunde zu Gast

Buchholzer Wirtschaftsrund e.V. . Unter dem Motto „Gefahrenabwehr im Ehrenamt, Standortfaktor Freiwillige Feuerwehr“ lud die Buchholzer Wirtschaftsrunde zu einem weiteren Unternehmertag in das Feuerwehrhaus der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Buchholz ein. Zahlreiche Gäste aus Politik, Verwaltung, Behörden, Organisationen und Bildungseinrichtungen trafen zum Netzwerken auf die Mitglieder der Wirtschaftsrunde. Unter den zahlreichen Gästen konnten die Vorstandsmitglieder Frank Krause und Oliver Weiß u. a. den neuen Kreisrat des Landkreises Harburg, Herrn Josef Nießen, den Bürgermeister der Stadt Buchholz Herrn Jan-Hendrik Röhse, Kreisratsmitglied Dr. Hans-Heinrich Aldag, sowie Mitglieder des Stadtrates und der Ortsräte der Stadt Buchholz begrüßen. Ebenfalls vor Ort waren u. a. Frau Sonja Bausch von der IHK Lüneburg-Wolfsburg und Herr Dr. Jöran Wrana von der Süderelbe AG. Seitens der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Buchholz waren Stadtbrandmeister André Emme, der stv. Stadtbrandtmeister und Ortsbrandmeister der Freiwilligen Feuerwehr Trelde, Christian Matzat, Ortsbrandmeister Thomas Meschkat aus Sprötze, sowie Ortsbrandmeister Ralf-Jürgen Behrens-Grünhage, sowie sein Stellvertreter Florian Marks aus Buchholz zugegen.

In ihrer Begrüßung gingen Frank Krause und Oliver Weiß auf die Bedeutung der Freiwilligen Feuerwehren und dem im Ehrenamt praktizierten Brandschutz in Deutschland ein. Der überwiegende Teil dieser Aufgabe wird durch rd. 1 Mio. ehrenamtlichen Feuerwehrleuten in 23.000 Freiwilligen Feuerwehren bundesweit sichergestellt. Krause und Weiß, beide selbst aktive Feuerwehrmänner in Reihen der Ortsfeuerwehr Holm, skizzierten ihren Werdegang und Motive für den Dienst in der in der Feuerwehr.

Bürgermeister Jan-Hendrik Röhse ging in seinem Grußwort neben dem bereits öffentlich diskutierten Feuerwehrbedarfsplan u. a. auf die aktuelle Haushaltslage der Stadt Buchholz und den erstmals verabschiedeten Doppelhaushalt 2019/2020 ein. Insbesondere die aus der Umsetzung der Landesgesetze zur Kindesbetreuung und den daraus resultierenden Mehrausgaben für Kindertagesstätten belasten die Handlungsfähigkeit der Stadt immens. Hinzu kommen anstehende und unaufschiebbare Infrastrukturinvestitionen, die weitestgehend über Kredite zu finanzieren sind.

Stadtbrandmeister André Emme gab den anwesenden Teilnehmern des Unternehmertages einen eindrucksvollen Einblick in die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Buchholz. Zu insgesamt 617 Einsätzen wurden die 270 aktiven Feuerwehrleute der Stadt Buchholz im Jahre 2017 alarmiert. Hinzu kommen zahlreiche Ausbildungs- und Übungsdienste, die die Feuerwehrleute in ihrer Freizeit leisten. „Feuerwehr ist kein Hobby, sondern eine Berufung“, so Stadtbrandmeister Emme. Die Herausforderungen an die Sicherstellung des Brandschutzes in der Stadt Buchholz wurden kürzlich in einem eigens aufgestellten Feuerwehrbedarfsplanes benannt. Die Umsetzungen hieraus stellt die Stadt vor erhebliche Zusatzinvestitionen in den Brandschutz. Diese sind jedoch vor dem Hintergrund der vorhandenen Strukturen, hier insbesondere bei Lage und Zustand von einzelnen Gerätehäusern, die der Aufgabenstellung und Größe der Wehren anzupassen sind und an verkehrstechnisch benachteiligten Standorten liegen, zwingend umzusetzen. Die Maßnahmen des Feuerwehrbedarfsplanes sind dazu geeignet, den Brandschutz in der Stadt Buchholz auch zukünftig sicherzustellen und in Teilen deutlich zu verbessern.

Stadtbrandmeister Emme appellierte weiterhin an die anwesenden Arbeitgeber, ihre Arbeitnehmer für den Dienst in der Feuerwehr bei Bedarf werkstags in schwerwiegenden Gefahrensituationen freizustellen, um die Tageseinsatzbereitschaft insbesondere in der Stadt Buchholz abzusichern. Dies würde dem Gemeinwohl dienen, Lohnausfallkosten würde die Stadt Buchholz auf Antrag erstatten.

Der Unternehmertag klang mit einem gemeinsamen Imbiss und vielen interessanten Netzwerkgesprächen aus.

Gefahrgutübung in Buchholz

stv. Kreispressewart Eine umfangreiche Übung der Gefahrgutkomponenten der Kreisbereitschaft der Feuerwehr des Landkreises Harburg fand am Sonnabend in Buchholz statt. Ausgangslage war austretendes Gefahrgut aus einem Güterwaggon in der Nähe des alten Buchholzer Ringlokschuppens. Beim ankoppeln des Waggons bemerkte der Lokführer eine auslaufende Flüssigkeit und einen stechenden Geruch. Er konnte sich noch auf die Lok retten und einen Notruf an die Leitstelle der Bahn absetzen, bevor er zusammenbrach.

Die Bahn informierte umgehend die Rettungsleitstelle in Winsen, welche die Feuerwehren Buchholz und Trelde alarmierte. Nach eine ersten Erkundung wurde die Einsatzstelle weiträumig abgesperrt. Ein Trupp unter umluftunabhängigem Atemschutz ging auf die Lok vor und rettete den Triebfahrzeugführer aus dem Gefahrenbereich.

Gleichzeitig veranlasste der Einsatzleiter eine umfangreiche Nachalarmierung von Spezialkräften. Die Fachzüge Gefahrgut, Spüren & Messen sowie Dekontamination der Kreisfeuerwehr sowie Kreisbrandmeister Volker Bellmann rückten daraufhin zur Einsatzstelle aus.

Während sich mehrere Atemschutztrupps mit Chemieschutzanzügen (CSA) ausrüsteten, wurde die Dekontamination der Einsatzkräfte vorbereitet. Der Fachzug Dekon-P (Personendekontamination) baute in der Nähe der Einsatzstelle den Dekontaminationsplatz mit Dusch- und Aufenthaltszelten auf.

Über die Drehleiter der Feuerwehr Buchholz wurde die Gaswolke des austretenden Ammoniaks mit einem Wasserwerfer niedergeschlagen. Der Fachzug Spüren und Messen nahm unterdessen in der Ausbreitungsrichtung der Schadstoffwolke Messungen vor. Hierzu wurden die vom Deutschen Wetterdienst zur Verfügung gestellten Daten ausgewertet und die voraussichtliche Zugrichtung des Schadstoffs ermittelt.

Die unter Chemieschutzanzügen vorgehenden Trupps konnten in der Zwischenzeit den Waggon öffnen, stellten zwei undicht gewordene 1000-Liter-Behälter fest und dichteten diese ab. Insgesamt kamen elf CSA-Träger zum Einsatz, die anschließend dekontaminiert werden mussten.

Für kurzzeitige Aufregung sorgte zwischenzeitlich eine durch Mitglieder der Buchholzer Jugendfeuerwehr dargestellte Kindergruppe, die sich neugierig durch das angrenzende Gebüsch der Einsatzstelle genähert hatte und von der Schadstoffwolke erfasst wurde. Die Gruppe wurde dem Dekontaminationsplatz zugeführt und durfte im Duschzelt heiß duschen. Im Ernstfall wären die Kinder anschließend dem Rettungsdienst übergeben worden.

Beobachtet wurde die Übung von Kreisbereitschaftsführer Stephan Schick und seinen beiden Stellvertretern Martin Heidtmann und Michael Matthies. Kreisbrandmeister Bellmann zeigte sich nach Abschluss der Übung sehr zufrieden. Die Schadenlage sei fach- und sachgerecht abgearbeitet worden. Er bedankte sich insbesondere bei der Deutschen Bahn für die Bereitstellung des Geländes und der Schienenfahrzeuge. Die Kommunikation zwischen Feuerwehr und Bahn habe reibungslos funktioniert.

Während der Abschlussbesprechung am Feuerwehrhaus Buchholz dankte er auch allen fast 200 Teilnehmern für die Bereitschaft, ihre Freizeit für diese Übung zur Verfügung zu stellen.

Bei einer vom Fachzug Verpflegung zubereiteten Erbsensuppe konnten die Teilnehmer dann noch ausgiebig über ihre Eindrücke von der Übung diskutieren.

Sturmtief Nadine sorgt für zahlreiche Einsätze

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Am Donnerstagabend, den 09. August, zog das Sturmtief Nadine über Norddeutschland und die Stadt Buchholz i. d. Nordheide wurde davon nicht verschont.

Zwischen 19:00 und 23:00 Uhr wurde die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Buchholz zu ingesamt 35 Einsätzen gerufen, welche unmittelbar auf die Auswirkungen des Sturmes zurückzuführen sind. Größtenteils mussten – wie bei fast allen sturmbedingten Einsätzen – Bäume von Straßen, sowie Bäume und Äste, welche auf Straßen zu stürzen drohten, entfernt werden.

Besonders im Bereich Erikastraße / Katzenbuckel / Bendestorfer Straße hatten die Feuerwehrleute viel zu tun, da der Sturm hier besonders viele Schäden verursachte.

Im Bereich der Bahnstrecke zwischen Buchholz und Harburg wurden mehrere umgestürzte Bäume gemeldet. Unter anderem wurde die Feuerwehr hinzugezogen, als Bäume in die Oberleitung stürzten und sich hier entzündeten. Durch diese Störungen wurde der Bahnbetrieb bis in den Abend des Folgetages hinein eingestellt. Insgesamt kam es hierdurch am Freitag zu erheblichen Verzögerungen. 

Neben den Einsätzen am Tag des Sturmes konnten erst am Freitag einige Schäden entdeckt werden. Die Feuerwehr musste noch zu weiteren Einsätzen ausrücken, um weitere Bäume zu entfernen und Gefahren zu beseitigen.

Durch das höhere Verkehrsaufkommen auf den Straßen am Folgetag hatten es die Einsatzkräfte besonders schwierig, um zum Feuerwehrhaus und von dort aus zu den Einsatzstellen zu gelangen. Die sowieso schon umstrittene Situation wird also in solchen Lagen nur verschlimmert und trägt dafür sorge, dass die Anfahrtszeiten länger sind. Hier bittet die Feuerwehr um erhöhte Achtsamkeit, damit Einsatzfahrzeuge nicht zusätzlich behindert werden.

Ausbildung zum Thema Industriebrände

Durch das großzügige Sponsoring der GASCADE Gastransport GmbH durften die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Buchholz i. d. Nordheide in den Genuss einer Ausbildung im Bereich der Industriebrände kommen. Die mobile Anlage der DELTA Safety & Protection GmbH konnte hierbei insbesondere Druck- und Flüssigkeitsbrände an Industrieanlagen realitätsnah simulieren und den Feuerwehrleuten einen starken Einblick in die verschiedenen Formen und Gefahren bieten, welche bei Industriebränden vorherrschen.

Zwei Gruppen wurden für je rund vier Stunden an der Anlage ausgebildet.

Nach der theoretischen Einführung ging es schnell in die Praxis. Hier mussten unter anderem Druckbehälter gekühlt, Flammen gelöscht und Ventile geschlossen werden, um die unterschiedlichen Aufgaben zu meistern. Hierbei wurden Brände der Klassen A, B und C (feste, flüssige und gasförmige Stoffe) mit Wasser, Schaum und Pulver bekämpft und erfolgreich gelöscht.

Diese Art der Ausbildung ist für die Mitglieder der Feuerwehr in einer Stadt wie Buchholz mit vielfältigen Gewerbegebieten sehr wichtig, um auch solche Lagen korrekt einschätzen und dementsprechend handeln zu können. Insofern geht unser Dank an die GASCADE Gastransport GmbH, welche die Kosten für den Tag – mitsamt Verpflegung – übernommen hat und damit nicht nur der Feuerwehr, sondern auch den Bürgern der Stadt einen großen Gefallen getan hat.

In der Anlage, welche im April 2016 erstmalig in Betrieb genommen wurde, kann das Ausbilderteam den effizienten Einsatz der verschiedenen Löschmittel wirksam vermitteln, wie es im regulären Übungsdienst nicht simuliert werden kann. Wir von der Feuerwehr haben viel aus dem Tag mitnehmen können und können in Zukunft noch sicherer und effizienter handeln.

Einsatzübung Gefahrgut

Vor einigen Wochen wurden die Feuerwehren Buchholz und Trelde zu einem vermeintlichen Einsatz im Gewerbegebiet Trelder Berg gerufen, da hier Flüssigkeiten aus einem Fahrzeug austreten sollten.

Vor Ort fanden die Einsatzkräfte ein Pritschenfahrzeug mit Anhänger vor. Auf dem Fahrzeug war eine Warntafel angebracht, welche darauf schließen ließ, dass es sich um Fluorwasserstoffsäure handelt und somit zur äußersten Vorsicht mahnte.

Sofort wurde das Areal weiträumig abgesperrt und der Brandschutz sichergestellt. Die ersten Einsatzkräfte bereiteten sich für den Einsatz unter CSA (Chemikalienschutzanzug) vor. Bei Temperaturen um die 30 Grad ein äußerst anstrengendes Unterfangen aber für Gefahrstoffe dieser Art unumgänglich. 

Eine weitere eingesetzte Gruppe begann mit den Vorbereitungen zur Dekontamination. Hier wurden verschiedene Bereiche markiert und vorbereitet.

Der sg. Schwarzbereich (also der Bereich, in welchem sich kontaminierte Personen und Gerätschaften ansammeln), der Duschbereich (hier werden insbesondere die CSA der eingesetzten Trupps grob gereinigt), welchem ein Bereich zum Ablegen der Schutzkleidung angegliedert ist, sowie den Weißbereich, also der Bereich, in welchem davon ausgegangen werden kann, dass sich hier keine kontaminierten Personen oder Gegenstände mehr befinden.

Schnell konnte er vorangegangene Trupp feststellen, dass im Fahrzeug selbst keine, im Anhänger jedoch einige umweltschädigende Flüssigkeiten gelagert wurden und hierbei das größte Gebinde mit rund 1000 Liter Inhalt Salpetersäure beschädigt war und so die Flüssigkeit entweichen konnte.

So mussten die austretenden Flüssigkeiten aufgefangen werden, um eine Kontamination des umliegenden Geländes zu vermeiden. Letztlich wurden diese in dafür vorgesehene Behälter gepumpt, bis die Gefahr behoben war. 

Die Geräte und Einsatzkräfte wurden anschließend zur Dekontamination gebracht und konnten hier den Kräfte zehrenden Einsatz beenden.

Die Übung zeigte, dass die Zusammenarbeit der Feuerwehren auch im Bereich der chemischen Gefahren gut funktioniert und auch kleinere Optimierungen konnten an dieser Stelle besprochen und für die Zukunft bereitgehalten werden.

Die Übung konnte nach rund zwei Stunden beendet werden.

 

Holmer Dorffest am 04.08.2018

Am Samstag, den 04.08.2018 startet erneut das beliebte HOLMER DORFFEST an der Feuerwache in Holm, Zum Oelteich 3, 21244 Buchholz ST Holm. Beginn ist ab 10:00 Uhr mit einem Flohmarkt. Ab diesem Zeitpunkt startet auch der beliebte Kuchenverkauf. Am Grillstand wartet ein vielfältiges Angebot auf Euch. Nachmittags findet wieder ein Tamburello-Turnier hinter der Feuerwache statt und geht dann nahtlos in das abendliche Rahmenprogramm über. Ein Besuch des HOLMER DORFFESTES lohnt wie immer. Wir freuen uns auf Euch.

50 Jahre JF Dibbersen

Am 26. Mai fand die Jubiläumsfeier der Jugendfeuerwehr Dibbersen statt, um das 50jährige Bestehen der Gruppe zu feiern. Neben dem Ortsbürgermeister Christian Horendt waren auch der Bürgermeister der Stadt Buchholz Jan-Hendrik Röhse und Stadtbrandmeister Andre Emme anwesend und gratulierten den Anwesenden zur gelungenen Jugendarbeit der vergangenen 50 Jahre. Jugendwartin Mareike Stöwe wurde für die ausgezeichnete Arbeit der Betreuergruppe gelobt, da der Nachwuchs der Feuerwehren sich zu einem Großteil aus der Jugendfeuerwehr rekrutiert. Nach dem offiziellen Festakt, bei dem auch Ortsbrandmeister Volker Kleeblatt für 40 Jahre aktive Feuerwehrarbeit ausgezeichnet wurde, veranstaltete die Freiwillige Feuerwehr Dibbersen einen Festtag für alle.
Vor allem die kleinen Besucher kamen bei den zahlreichen Attraktionen auf ihre Kosten, als zum Beispiel eine simulierte Rettung einer eingeklemmten Person in einem PKW oder ein Atemschutzträgereinsatz vorgeführt wurden.
Stärken konnten sich groß und klein mit Kaffee, Kuchen und Kaltgetränken, um diesen herrlichen Tag nicht hungrig beenden zu müssen.
Am Abend hatte die Feuerwehr alle älteren „Geburtstagskinder dieses Jahres“ eingeladen, um bei Musik und Leberkäse bis spät in die Nacht zu feiern.