Vor rund drei Monaten wurde der Dienstbetrieb der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Buchholz stillgelegt, um die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr aufrecht zu erhalten.

Diese Maßnahme wurde getroffen, um eine mögliche Verschleppung des Corona-Virus während der Dienste zu verhindern. So konnte erfolgreich verhindert werden, dass sich das Virus innerhalb der Einsatzabteilung ausbreiten konnte.

Seit Anfang Juni wird der Dienstbetrieb langsam wieder gestartet. Zukünftig müssen sich unsere Mitglieder jedoch auf einige Einschränkungen einstellen.

  • In erster Linie wird derzeit auf theoretische Inhalte zurückgegriffen und der praktische Anteil der Ausbildung wird stark reduziert. Zeitgleich findet die Ausbildung ausschließlich innerhalb der jeweiligen Ortsfeuerwehren statt. Übergreifende Einsatzübungen sind somit nicht möglich.
  • Die theoretischen Dienste werden in Kleingruppen von je maximal 15 Personen durchgeführt, welche nicht durchmischt werden dürfen.
  • Während der Dienste muss stets ein Sicherheitsabstand von 1,5 Metern zwischen den Beteiligten sichergestellt sein. Ist dies nicht möglich, so muss ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden.
  • Sofern möglich, sollte der Dienst in gut gelüfteten Räumen und/oder sogar draußen stattfinden.
  • Ein Aufenthalt vor und nach den Diensten ist nicht zugelassen, die sonst übliche gesellige Runde nach den Diensten ist derzeit untersagt.
  • Jegliches genutztes Material, sowie sonstige Oberflächen (wie beispielsweise Tische) müssen nach jeder Nutzung desinfiziert werden.
  • Für alle Beteiligten kommt somit zukünftig ein deutlicher Mehraufwand zur Dienstvor-, sowie Nachbereitung hinzu.

Erst kürzlich fand in der Ortsfeuerwehr Buchholz ein Dienst zum Thema Vegetationsbrandbekämpfung statt.

Alle Teilnehmer erhielten vorab eine Hygieneunterweisung, mussten sich an festgelegte Wege und Regeln halten, trugen während der Stationswechsel stets Mund-Nasen-Schutz und hielten an den jeweiligen Stationen einen Sicherheitsabstand von mind. 1,5 Metern ein. Schnell wurde ersichtlich: Insbesondere die Vorbereitung der Dienste ist zwar aufwändiger, ein Dienstbetrieb kann jedoch unter Beachtung der Vorschriften umgesetzt werden.

 

Wie lange diese Phase andauern wird, ist derzeit nicht bekannt. Klar ist jedoch, dass es nach wie vor gilt, Vorsicht walten zu lassen, um die Einsatzbereitschaft nicht zu gefährden.

Einige Monate lang stand die Ortsfeuerwehr Sprötze ohne stellvertretenden Ortsbrandmeister dar. Nachdem der ehemalige Amtsinhaber sein Amt aufgeben musste, stellte sich die Suche nach einer Neubesetzung als schwierig heraus.

Auf der Jahreshauptversammlung am 24. Januar 2020 dann das positive Ergebnis: Bastian Schramm wurde von den anwesenden Mitgliedern zum neuen stellvertretenden Ortsbrandmeister gewählt.

Nachdem dieser das Amt seit nunmehr vier Monaten kommissarisch ausgeführt hat, sollte die Ernennung zum Ehrenbeamten durch die Stadt Buchholz am 24. März stattfinden. Der Stadtrat sprach sich zwar einstimmig für die Ernennung zum Ehrenbeamten aus, diese musste jedoch aufgrund die Corona Pandemie verschoben werden.

Am 18. Mai war es dann so weit: In Kleinstbesetzung – gemeinsam mit dem Ortsbrandmeister Thomas Meschkat und dem Bürgermeister Jan-Hendrik Röhse – konnte die Ernennung endlich stattfinden, sodass zukünftig das Amt als stellvertretender Ortsbrandmeister nicht nur kommissarisch, sondern ganz offiziell ausgeführt werden kann.

Nach sechs Jahren im Amt werden die Kameraden der Ortsfeuerwehr Sprötze Resümee ziehen müssen – dann findet die nächste Wahl zum stv. Ortsbrandmeister statt. Kurzfristig steht bereits ein Großprojekt vor der Tür: Die Planungen für den Neubau des Feuerwehrhauses in Sprötze haben begonnen und müssen nun fortgeführt werden.

Seit 20 Jahren sorgt die Feuerwehr Trelde für eine erfolgreiche  Jugendarbeit in der Stadt Buchholz. Die Jugendfeuerwehr der Ortsfeuerwehr Trelde kann in diesem Jahr auf ihr 20-jähriges Bestehen zurückblicken.  Am 06. Mai 2000 wurde die Nachwuchsabteilung als 5. Jugendwehr innerhalb der Stadt Buchholz ins Leben gerufen.  Gerne hätten die Verantwortlichen und die derzeit 16 aktiven Mädchen und Jungen das Jubiläum zum Anlass genommen, um diesen Tag mit einer kleinen Feier einen angemessenen Rahmen zu verleihen. Die aktuelle Corona  Lage lässt dieses aber natürlich nicht zu.

Seit Bestehen der Jugendfeuerwehr Trelde haben 73 Mitglieder Ihre Ausbildung in der Jugendfeuerwehr  durchlaufen. 18 Mitglieder davon sind bis heute in der Einsatzabteilung aktiv. Diese überwältigende Zahl lässt auf eine tolle Jugendarbeit schließen. Seit nunmehr 20 Jahren treffen sich die Jugendlichen in einem Alter zwischen 10 und 18 Jahren wöchentlich an jedem Freitag um sich in Sachen Feuerwehr fortzubilden. Neben dem feuerwehrtechnischem Wissen stehen Spiel und Spaß ganz oben auf der Agenda. So gehören neben den Wettkämpfen auf Stadt- und Gemeindeebene, der Teilnahme am Hermann-Witthöft Pokal und dem Hanstedter Marsch auch die jährlichen Zeltlager oder Ausfahrten zum Pflichtprogramm.  Gerade letztere sind bei den Jugendlichen sehr beliebt,  kann es hier auch schon mal eine Segeltour auf der Ostsee, ein Zeltplatz im Dänemark oder ein Surfkurs sein.

Auch im Namen der Wehrführung möchten wir allen Jugendwarten und Betreuern  für die auf Jahre geleistete Arbeit ganz herzlich danken und zum Jubiläum herzlichst gratulieren, so Ortsbrandmeister Matzat.

 

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In den letzten Wochen ist Regen größtenteils ausgeblieben. Aufgrund der damit einhergehenden Trockenheit steigt auch wieder die Gefahr von Bränden in Wald- und Grasflächen.
Der aktuelle Wert vom Waldbrandgefahrenindex liegt im Bereich Buchholz bei Stufe 3 von 5. Der Wert vom Graslandfeuerindex liegt bereits bei Stufe 4 von 5 – es wird also bereits vor einer hohen Gefahr gewarnt

Was bedeutet das genau? 

Bei langanhaltender Trockenheit können besonders leicht Brände in der Vegetation entstehen, sodass hier besondere Vorsicht gilt.

  • Insbesondere glühende Zigaretten dürfen nicht in der Landschaft entsorgt, sondern müssen besonders sorgfältig ausgemacht werden
  • Im Wald selbst ist das Rauchen, sowie das Grillen und entzünden von Feuer im Zeitraum vom 01. März – 31. Oktober gänzlich verboten
  • Glühende Kohlen nach dem Grillen müssen sorgfältig abgelöscht werden und sollten anschließend ausreichend lange abkühlen, bevor diese entsorgt werden können
  • Kohle- bzw. Feuerschalen sollten niemals im direkten Kontakt mit dem Boden stehen.
  • Autos sollten nicht auf trockenem Gras abgestellt werden, da heiße Fahrzeugteile ebenfalls einen Brand verursachen können.

Insgesamt gebietet es der gesunde Menschenverstand, dass besonders umsichtig umgegangen wird, um das Risiko einen Vegetationsbrandes zu minimieren.

Ich habe einen Waldbrand entdeckt – was muss ich tun?

Alarmieren Sie möglichst zeitnah die Feuerwehr. Hier ist eine detaillierte Lagebeschreibung, bzw. Anfahrtsbeschreibung besonders hilfreich. Im besten Fall begeben Sie sich zur nächst gelegenen Straße und weisen die Einsatzkräfte ein. Wenn kein Ansprechpartner vor Ort ist, ist eine Lokalisierung des Brandes oftmals sehr zeitaufwändig.

Wenn die Situation es zulässt – das heißt, wenn die Anfahrt geklärt wurde, die Flammen sehr klein sind und Windstille herrscht, dann können Sie mit Löschmaßnahmen beginnen, solange Sie sich selbst nicht in Gefahr bringen. Beispielsweise können Sie Sand nutzen, um die Flammen zu ersticken. Ebenso können Sie mit Ästen auf die Flammen schlagen. Hierdurch werden die Flammen verdrängt. Bleiben Sie hierbei stets hinter oder seitlich vom Feuer. Achten Sie dabei auf etwaige Windwechsel.

Begeben Sie sich niemals selbst in Gefahr! Sind die Flammen zu hoch, der Wind zu stark oder fühlen Sie sich unsicher, unternehmen Sie keine eigenen Löschversuche. Begeben Sie sich entgegen der Windrichtung in Sicherheit.

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Nachdem aufgrund der Corona-Pandemie die öffentlichen Osterfeuer abgesagt wurden, steht oftmals die Frage im Raum, ob ein Osterfeuer – auch im engsten Familienkreis – stattfinden darf.

Wir weisen deutlich darauf hin, dass Osterfeuer nicht erlaubt sind.

Wir bitten euch ebenfalls darum, auf jegliches Abbrennen von Brennholz in Feuerkörben, Schalen u.Ä. zu verzichten.

Aufgrund des Brandgeruches und der Flammenbildung, welches von einem solchen Feuer ausgeht, liegt es nahe, dass die Feuerwehr alarmiert wird, obwohl kein Schadensereignis vorliegt.

Während der aktuellen Situation versuchen wir unser bestes, den Brandschutz aufrecht zu erhalten. Die Grundlage hierfür ist, dass sich unsere Kameraden nicht mit dem Virus infizieren, um eine Ausbreitung innerhalb der Feuerwehr zu verhindern. Aus diesem Grund ist es unerlässlich, dass unnötige Einsätze und damit einhergehender Zusammenkünfte unserer Kameraden minimiert werden.

Tragt auch Ihr dazu bei, dass wir während dieser Zeit für euch da sind und haltet euch an die Bestimmungen aufgrund der Corona-Pandemie – nächstes Jahr gibt es sicherlich wieder Osterfeuer für euch.

Selbstverständlich bedeutet dies nicht, dass Ihr bei Verdacht auf einen Brand nicht die Feuerwehr anrufen sollt.
Wir sind weiter für euch da!

Bei der Truppmann Teil 1 Ausbildung handelt es sich um die Grundausbildung, welche für den Einstieg in den aktiven Dienst der Freiwilligen Feuerwehr notwendig ist. Innerhalb von 70 Stunden – verteilt auf Einzeleinheiten über rund fünf Wochen – werden die Grundlagen des Feuerwehrwesens vermittelt. Dieses Jahr haben die Feuerwehren Buchholz und Jesteburg die Feuerwehrleute gemeinsam ausgebildet.

Um auch Quereinsteigern und insbesondere berufstätigen Interessenten die Ausbildung zu ermöglichen, werden die Einheiten an zwei Wochentagen abends und an fünf Samstagen durchgeführt.

Hierbei wird in theoretischen Einheiten unter anderem über Themen wie Rechtsgrundlagen, Grundregeln der Löschtechnik, Brennen und Löschen, Gefahren an der Einsatzstelle und Fahrzeugkunde unterrichtet und in praktischen Einheiten die Abläufe eines Brandeinsatzes und der technischen Hilfeleistung näher gebracht.

Am 14. März war es nun für 28 angehende Feuerwehrmänner und -frauen soweit: Nach fünf Wochen Ausbildung wurden diese in Theorie und Praxis rund um die Arbeit der Feuerwehr geprüft.

Die Prüfung selbst findet in drei Abschnitten statt: Als erster Schritt wird eine Einsatzübung durchgeführt, deren Ablauf in den Wochen zuvor mehrmals geprobt wurde. In dieser Übung liegen die Schwerpunkte insbesondere auf der korrekten Ausführung der gestellten Aufgaben, sowie der Zusammenarbeit im Team.

Nach der Einsatzübung müssen sich die Teilnehmer/-innen einer mündlichen Prüfung stellen. Der Kreisausbildungsleiter und sein Team stellen hierbei diverse Fragen rund um das Feuerwehrwesen und prüfen, ob neben dem praktischen auch das theoretische Wissen erfolgreich vermittelt wurde.

Abschließend wird eine schriftliche Prüfung abgelegt, um das Wissen über die Feuerwehr erneut zu prüfen.

Direkt nach der schriftlichen Prüfung wurden die Gesamtergebnisse bereits ausgewertet. Die gute Nachricht kam schnell: Die Arbeit der letzten Wochen war nicht umsonst. Alle Teilnehmer/-innen konnten die Ausbildung erfolgreich abschließen. Somit wurde der Weg für die Zeit in der Feuerwehr geebnet.

Doch nach der Ausbildung ist vor der Ausbildung: Über die kommenden zwei Jahre folgt die Truppmann Teil 2 Ausbildung in den jeweiligen Ortsfeuerwehren. Hier wird das erlernte Wissen in den regulären Übungsdiensten weiter vertieft und ausgebaut. Die erfolgreiche Teilnahme an der Truppmann Teil 2 Ausbildung ist Voraussetzung für viele weiterführende Lehrgänge.

Wir gratulieren unseren neuen Kameraden und Kameradinnen!

Folgende Teilnehmer/-innen haben dieses Jahr teilgenommen:
Daniel Chaparro-Vega, Jona Drewes, Julie Fitschen, Hannes Friedlein, Bianca Grohmann-Falke, Mirjam Cheyenne Grothe-Ulrich, Ann-Kathrin Jensen, Aaron Kämpker, Cedric Kohlmus, Lasse Köritzer, Alexander Kusen, Niklas Lewandowski, Sebastian Macke, Marvin Marquardt, Malte Meyer, Björn Müller, Thies Müller, Malte Peters, Max Rosenfeld, Sascha Schmidt, Bennett Michel Sieling, Stefan Eckel, Niklas von Sivers, Thanh Doan Vu, Yannick Warzecha, Rea Wentzien, Tom Westphal

Freuen sich auf die Zusammenarbeit: Marco Küsel (Gemeindeausbildungsleiter Jesteburg) Martin Ohl (Gemeinebrandmeister Jesteburg), André Emme (Stadtbrandmeister Buchholz), Jens Meyer (Stadtausbildungsleiter Buchholz), Foto: Dennis Tschense

Gemeinsame Truppmannausbildung gestartet – Buchholz und Jesteburg bilden zukünftig gemeinsam Feuerwehrleute aus.

Die Ausbildung neuer Feuerwehrleute findet im LK-Harburg meist auf Stadt bzw. auf Samtgemeinde Ebene statt. Jede Feuerwehrfrau und Feuerwehrmann muss diese Grundausbildung einmal erfolgreich durchlaufen haben, bevor man aktives Mitglied in einer Feuerwehr wird.

Bei der fünfwöchigen Ausbildung lernen allen Feuerwehrmann Anwärter die Basics des Feuerwehrhandwerks. Die sogenannte Abnahme erfolgt dann durch die Kreisausbildungsleiter. Seit diesem Jahr wird die Truppmannausbildung gemeinschaftlich von den Feuerwehren in Buchholz und Jesteburg durchgeführt. In diesem Jahr nahmen acht Feuerwehrleute aus der Samtgemeinde Jesteburg hieran teil.

„Wir freuen uns sehr, dass diese neue Kooperation zwischen Buchholz und Jesteburg umgesetzt werden konnte“, so Gemeindebrandmeister Martin Ohl von der SG-Jesteburg, bei dem Abschluss der diesjährigen Truppmannausbildung. Die Gegebenheiten waren für alle Beteiligten perfekt. Das Ausbilderteam in Buchholz wurde durch die Ausbilder aus Jesteburg ergänzt, entsprechend konnte die ehrenamtliche Arbeit auf weitere Helfer verteilt werden. Auch Stadtbrandmeister André Emme lobte den guten Start der gemeinsamen Ausbildung.

Gerade bei so vielen Teilnehmern wie in diesem Jahr, denn der Lehrgang war mit 28 Anwärtern besetzt, bedarf es doch einiges an Platz für eine gute Ausbildung. Auch innerhalb der anderen Buchholzer Stadt-Feuerwehren, wäre kein ausreichendes Platzangebot für solche großen Lehrgänge verfügbar. Somit kommt zukünftig nicht nur das große Feuerwehrhaus in Buchholz für die Ausbildung infrage, sondern auch das neue Feuerwehrhaus in Jesteburg ist für solch große Gruppen ausgelegt. Dementsprechend wird der nächste Truppmann Lehrgang im kommenden Jahr auch in Jesteburg stattfinden.

Auf diesem Wege gratulieren wir allen Feuerwehrleuten zur bestandenen Truppmann Teil 1 Ausbildung

Ab dem heutigen Samstagnachmittag wird die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Buchholz den Dienstbetrieb einstellen. Das bedeutet, dass der reguläre Dienst, sämtliche Übungen, sowie Veranstaltungen der Feuerwehr abgesagt wird. Durch diese Maßnahme soll die Einsatzfähigkeit der einzelnen Ortsfeuerwehren aufrechterhalten und eine Verschleppung in die Feuerwehrhäuser vermieden werden.

Dies betrifft auch insbesondere die Osterfeuer in Dibbersen und Trelde, welche dieses Jahr nicht stattfinden werden.

Der Einsatzbetrieb ist hiervon nicht betroffen!

 

Folgende Maßnahmen sind im Umgang miteinander zu beachten:

  • Abstand von ein bis zwei Metern zu niesenden oder hustenden Personen halten.
  • Keine engen Begrüßungszeremonien durchführen.
  • Vermeiden von Händeschütteln.
  • Häufiges Händewaschen mit Wasser und Seife.
  • Regelmäßige und häufige Händedesinfektion mit einem als viruzid oder begrenzt viruzid eingestuftem Händedesinfektionsmittel. Wenn möglich!
  • Hustenetikette wahren (Husten oder Niesen in die Ellenbeuge).
  • Einwegtaschentüchern und -handtücher benutzen und richtig entsorgen.
  • Bei eigenen Krankheitsanzeichen zuhause bleiben.

Im Berichtsjahr 2019 sind die fünf Ortsfeuerwehren der Stadt Buchholz zu 449 Einsätzen ausgerückt. Dies entspricht einem Durchschnitt von 1,2 Alarmierungen pro Tag.

277 aktive Kameradinnen und Kameraden (2018: 273) üben ihren Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Buchholz aus. 81 Mitglieder (2018: 80) zählt die Jugendfeuerwehr und 84 Kameraden befinden sich in der Altersabteilung. Somit wird unsere Freiwillige Feuerwehr durch 442 Personen aus diversen Altersgruppen vertreten.

189 Hilfeleistungseinsätze wurden abgearbeitet

Im Berichtsjahr wurden 189 Hilfeleistungseinsätze abgearbeitet. Dabei musste die Feuerwehr im Jahr 2019 zehn Tote bergen. Unter anderem wurde zu einigen schweren Verkehrsunfällen ausgerückt, bei denen oftmals Personen in Ihren Fahrzeugen eingeklemmt waren.

Die Einsätze mit dem Stichwort ‚Notfall Tür verschlossen’ stiegen von 37 (2018) auf 65 an.

Im Jahr 2019 wurden die Einsatzkräfte zu 162 Brandeinsätzen alarmiert.

Während 2018 noch 63 Waldbrände gelöscht werden mussten, reduzierte sich diese Zahl 2019 trotz des weiterhin trockenen Sommers auf 13. 74 Mal lösten Brandmeldeanlagen aus. 60 dieser Einsätze wurden durch Fehlalarme ausgelöst.

Bei einem Zimmerbrand verstarb eine Person und musste von der Feuerwehr geborgen werden.

Gefahrguteinsätze wurden professionell abgearbeitet.

Drei Gasaustritte an Hausanschlüssen wurden 2019 gemeldet. Beim Oktoberfest im Gewerbegebiet wurde zum Ende der Veranstaltung vermutlich Buttersäure versprüht. Am 19.06. kam es zu einem Großeinsatz mit dem Fachzug Gefahrgut der Kreisbereitschaft im Gewerbegebiet Buchholz. Bei der Entladung von Kanistern mit organischem Peroxid wurde eine Leckage festgestellt und aufgrund der daraus ausgehenden Gefahr die Feuerwehr alarmiert.

Ein besonderer Einsatz für die Feuerwehr

Am 24. Mai wurde bei Bauarbeiten eine amerikanische Fliegerbombe mit einem Gewicht von ca. 50kg gefunden. 

Aufgrund der Art der Bombe wurde beschlossen, dass alle Einwohner in einem Umkreis von 500m – dementsprechend rund 3.000 Einwohner – evakuiert werden müssen. Die zuerst eingetroffenen Einsatzkräfte der Feuerwehr und der Polizei begannen mit den Planungen zur Evakuierung.

An dem Einsatz waren über 400 Einsatzkräfte beteiligt. Davon rund 275 Angehörige der Feuerwehren, 45 der Polizei und rund 100 Einsatzkräfte vom DRK, Johanniter und co.

Auf Stadtebene fand wir eine Großübung im Krankenhaus Buchholz statt. Hierbei wurde das Zusammenspiel zwischen der Feuerwehr und dem Krankenhauspersonal geprobt. Die Ergebnisse dieser Übung dienen zur Optimierung von Handlungsabläufen für den Fall der Fälle.

Ein Blick in die Zukunft

Die Kommunale Einsatzleitung hat zwei neue Rechner erhalten, welche mit dazugehörigen Unwettwermodulen ausgestattet wurden. Diese sind direkt mit der Einsatzleitzentrale verbunden, sodass eine Kommunikation mit der ELZ jederzeit möglich ist.

Zusätzlich zu unseren Alarmierungen per digitalem Meldeempfänger wird es eine App geben, mit welcher die jeweilige Einsatzkraft bei Alarmierung melden kann, ob diese für den Einsatz zur Verfügung steht oder nicht. Diese Angaben werden mitsamt der Qualifikationen (z.B PA-Träger, Fahrer, …) in den Feuerwehrhäusern angezeigt, sodass man die Besetzung der Fahrzeuge schnell planen kann.

Die ersten Fahrzeuge, die im Konzept des Feuerwehrbedarfplanes vorgesehen sind, wurden angeschafft. Die Planung sieht vor, die mitgeführten Wassermengen in den Löschfahrzeugen drastisch zu erhöhen. So hat die OrtsFW Sprötze ein HLF (Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug) mit 2400l Wasser erhalten.

Zusätzlich wurde ein TLF (Tanklöschfahrzeug) 4000 als schneller Wasserzubringer beschafft und bei der Ortsfeuerwehr Holm in Dienst gestellt. Das TLF hat zusätzlich die Ausstattung zur Waldbrandbekämpfung und kann 2 PA Trupps zur taktischen Verstärkung einbringen. Ab sofort wird das TLF bei jedem Alarmstichwort Feuer 3 und bei jedem Feuer Wald 2 innerhalb der Stadt Buchholz mit ausrücken.

Der Feuerwehrbedarfsplan musste aufgrund des nicht erfolgten Baus des neuen Mühlentunnels neu strukturiert werden. Die endgültigen Ergebnisse stehen noch aus. Fest steht:  Das Feuerwehrhaus in Sprötze wird neu gebaut. Das bestehende Gebäude ist bereits stark beschädigt. Die Planungen für den Neubau wurden bereits aufgenommen. 

Hohe Auszeichungen für Wehrangehörige 

Holm. Anlässlich der Jahreshauptversammlung 2020 der Ortsfeuerwehr Holm begrüßt Ortsbrandmeister Nils Pralow die zahlreich erschienenen aktiven, fördernden und Ehren-Mitglieder der Wehr im Gerätehaus Holm. Als Gäste sind der stv. Kreisbrandmeister und Abschnittsleiter Sven Wolkau, Stadtbrandmeister André Emme, der Stv. Stadtbrandmeister Christian Matzat, der Erste Stadtrat der Stadt Buchholz Dirk Hirsch,  Jan Andresen von der Verwaltung der Stadt Buchholz, Ortsbürgermeister  Marc Wölpern sowie weitere Mitglieder des Ortsrates Holm-Seppensen zugegen. 

Die beiden Ehrenstadtbrandmeister Karsten Cohrs und Joachim Behnke werden von Ortsbrandmeister Pralow ebenfalls herzlich begrüßt.

In seinem Jahresrückblick geht Pralow zunächst auf die Einsatzzahlen des Jahres 2019 ein. Insgesamt rücken die Einsatzkräfte der Wehr zu 26 Brandeinsätzen und 25 Hilfeleistungen aus. In der Summe werden 3.282 Stunden ehrenamtlicher Arbeit, davon 1.282 Einsatzstunden, durch die Wehrangehörigen absolviert. Die derzeit 46 Mitglieder absolvieren insgesamt 33 Fortbildungslehrgänge und können somit ihren sehr guten Ausbildungsstand weiter ausbauen. 

Mit der Auslieferung des neuen Tanklöschfahrzeuges TLF 4000 im Dezember 2019 und der geplanten Ersatzbeschaffung des Löschgruppenfahrzeuges in 2021 sei die technische Ausrüstung der Ortswehr auf die einsatztaktischen Erfordernisse des Brandschutzes der Stadt Buchholz und der veränderten Einsatztaktik eines zusätzlichen wasserführenden Fahrzeuges auf Stadtebene ausgerichtet.

Der ebenfalls beabsichtigte Standortwechsel des Feuerwehrgerätehauses nach Holm-Seppensen werde weiter vorangetrieben, hier sei unverändert die Standortfrage offen. Nach Umsetzung des Gerätehausneubaus für die Ortswehr Sprötze sei der Neubau eines Gerätehauses für die Ortsfeuerwehr Holm auch hinsichtlich der Haushaltsmittel fest eingeplant.  

Mit den Worten ,,Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr!“ schließt Pralow seinen Jahresbericht, nicht ohne sich bei seinem Stellvertreter Felix Wanke, dem gesamten Ortskommando, dem Zeltkommando um Alterskamerad Werner Emme, dem für die Versorgung der Ortswehr bei allen Einsatzlagen zur Seite stehenden Kameraden Heiner Moritz, allen aktiven und fördernden Mitgliedern und letztlich der Stadt Buchholz für die gute und zielorientierte Zusammenarbeit zu bedanken.

Im Anschluss folgen die Tätigkeitsberichte der Fachwarte. Nach 15 Jahren Tätigkeit trägt u. a. Atemschutzgerätewart Thomas Dreyer seinen letzten Jahresrückblick vor. 27 ausgebildete Atemschutzgeräteträger auf Ortswehrebene bilden einen hervorragenden Ausbildungsstand ab. 

Auch Funkwart Las-Malte Rath hält aufgrund Übernahme von Verantwortung als Stadtfunkwart seinen letzten Jahresbericht. Mirja Hobus trägt in Vertretung für den abwesenden Jugendwart Tim Zunker den Jahresbericht der Jugendfeuerwehr vor. 11 Jugendliche, davon 4 Mädchen, sind derzeit in der Jugendfeuerwehr aktiv. Die gemeinsame Ausfahrt nach Schweden bildet den Höhepunkt der letztjährigen erfolgreichen Jugendarbeit ab. 

In den Grußworten der Gäste wird auf die wichtige und wertvolle Jugendarbeit der Ortswehr eingegangen sowie die anstehenden Veränderungen zum Wehrstandort angesprochen. Der stv. Kreisbrandmeister und Abschnittsleiter Sven Wolkau lobt den guten Ausbildungsstand der Wehr und geht dabei exemplarisch auf die langjährige Arbeit von Atemschutzgerätewart Thomas Dreyer ein, der die Anzahl an Atemschutzgeräteträgern, die heute für einen erfolgreichen Einsatz zur Menschenrettung unverzichtbar seien, deutlich ausbauen konnte. Wolkau erläutert auch die weitreichenden Investitionen an der Feuerwehrtechnischen Zentrale  in Hittfeld im Bereich Atemschutzübungsstrecke sowie der neuen Brandgewöhnungsanlage. 

Stadtbrandmeister André Emme geht in seinem umfangreichen Jahresbericht auf die in Teilen auch psychisch stark belastenden Einsätze der freiwilligen Einsatzkräfte z. B. bei Verkehrsunfällen oder Brandeinsätzen ein. Mit 1,2 Einsätzen pro Tag auf Stadtebene leisten die insgesamt 275 Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Buchholz einen bemerkenswerten Beitrag im Ehrenamt. 

Wahlen: Tim Dubinski ist neuer Atemschutzgerätewart, Sven Weinstock neuer Funkwart, Stefan Buschendorf neuer Schulklassenbetreuer. Schriftführer Eberhard Dietelmeier und Sicherheitsbeauftragter Wolf-Elmar Rath werden in ihren Ämtern einstimmig bestätigt. Maik Kuschel wird als Feuerwehrjugendwart betätigt, sein Stellvertretung übernimmt der bisher verantwortliche Tim Zunker. 

Die Einsatzabteilung wird zukünftig in drei Gruppen eingeteilt und damit an die wachsenden Wehrstrukturen angepasst: Gruppe 1 führt Gruppenführer Oliver Weiß, stv. Gruppenführer ist Tim Dubinski. Gruppe 2 führt Lars-Malte Rath, stv. Gruppenführer ist Maik Kuschel. Gruppenführer der Gruppe 3 ist Wolfram Wetzel, sein Stellvertreter André Tietgen.

Ehrungen und Beförderungen: Nach erfolgreicher Truppmann-Ausbildung werden Gerrit Pralow und Sven Weinstock zum  Feuerwehrmann befördert. Stefan Buschendorf, Torben Emme und Tobias Scharnagel sind jetzt Oberfeuerwehrmänner, Michael Moritz und Tim Dubinski Hauptfeuerwehrmänner. Der stv. Ortsbrandmeister Felix Wanke wird zum Hauptlöschmeister befördert. 

Der amtierende Sicherheitsbeauftragte Wolf-Elmar Rath erhält für seine bereits 15-jährige Tätigkeit die Ehrennadel der Feuerwehrunfallkasse Niedersachsen in Gold. 

Die höchste Auszeichnung des Abends geht an den scheidenden Atemschutzgerätewart Thomas Dreyer:
Er erhält für seine besonderen Verdienste um das Feuerlöschwesen das Feuerwehrehrenzeichen am Bande des Landes Niedersachsen. 

Herzlichen Glückwunsch allen Geehrten und Beförderten.