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Der Dienst bei der Feuerwehr kann ihre Mitglieder körperlich in kürzester Zeit an ihre Grenzen bringen. Bei einem Einsatz müssen Feuerwehrleute innerhalb von Minuten aus körperlicher Ruhe in einen Modus physischer und psychischer Schwerstarbeit umschalten. Speziell die Atemschutzgeräteträger, die an vorderster Front das Feuer bekämpfen, müssen nicht nur ihre eigene Ausrüstung, den schweren Wasserschlauch und eventuell verletzte Personen in einer lebensfeindlichen Umgebung (Feuer, Rauch, Einsturzgefahr, etc.) bewegen, sie kämpfen dabei gegen enorme Hitze und den ureigenen Fluchtinstinkt an.

Grund genug, zumindest die körperliche Belastung durch regelmäßiges, gezieltes Training zu simulieren. Dafür darf die Ortsfeuerwehr Buchholz regelmäßig die Sporthalle der Heideschule nutzen. Interessierte können hier an den Punkten Kraft und Ausdauer arbeiten, sowie die Belastungen im Einsatzdienst in kontrollierter Umgebung und unter fachkundiger Anleitung nachzubilden.

Schon gewusst: Die körperliche Belastung bei der Feuerwehr ist genau so speziell und individuell wie bei anderen körperlichen Tätigkeiten. Das bedeutet, es müssen ganz spezielle Muskelgruppen und Bewegungsabläufe trainiert werden, um das Verletzungsrisiko möglichst gering zu halten. Dazu gehört auch, die teilweise unhandlichen Arbeitsgeräte in das Training einzubinden.

Sowohl mit als auch ohne Atemschutzgerät wurden hier alle Teilnehmenden an ihre Belastungsgrenze geführt. Trotzdem lautete das Feedback einhellig: „Gerne wieder und gerne mehr!“.

Um kurz vor 13:00 Uhr am 25.08.2026 wurde die Ortsfeuerwehr Buchholz zu einem Brandeinsatz „Feuer mit Menschenleben in Gefahr“ in die Mittelstraße alarmiert. Der zuerst eintreffende BvD (Brandmeister vom Dienst) konnte die Bewohner vor dem Gebäude antreffen und eine massive Rauchentwicklung bestätigen. Durch die umgehend eingeleitete Brandbekämpfung mit 3 C-Rohren in dem ca. 60m2 großen Anbau im rückseitigen Teil des Gebäudes, konnte die Ausbreitung des Feuers auf das Haupthaus verhindert werden. Die Brandbekämpfung gestaltete sich aufgrund der hohen Temperaturen im Brandobjekt als herausfordernd, was den Einsatz von mehreren Trupps unter Atemschutz nötig machte. Da frühzeitig weitere Feuerwehrkräfte aus den anderen Ortsfeuerwehren nachalarmiert wurden, konnten die körperlich fordernden Löscharbeiten auf insgesamt 8 Atemschutz-Trupps aufgeteilt werden. Durch die massive Rauchentwicklung und dem warmen Wetter breitete sich der Brandrauch immer wieder über die gesamte Einsatzstelle aus, was auch die übrigen Kräfte belastete.

Da sich das Feuer bereits in das niedrige Dach des Anbaus ausgebreitet hatte, musste die Dachfläche mit Hilfe der Drehleiter großflächig aufgenommen werden, um Glutnester abzulöschen. Hierfür wurde die Drehleiter der Ortsfeuerwehr Buchholz kurzerhand direkt in die Auffahrt des Grundstücks gestellt, um hinter das Brandobjekt zu kommen. Die Feuerwehr Buchholz war mit den Ortsfeuerwehren Buchholz, Sprötze, Trelde und Dibbersen, sowie den benachbarten Feuerwehren Nenndorf und Emsen mit insgesamt über 70 Kräften, für ca. 3 Stunden im Einsatz. Die Mittelstraße musste für die Löscharbeiten auf ca. 300m voll gesperrt werden, um alle Fahrzeuge hintereinander aufstellen zu können und unter anderem auch eine Dekontaminationsstrecke für die eingesetzten Atemschutz-Trupps einzurichten. Die Bewohner wurden für die Dauer der Löscharbeiten durch den Rettungsdienst betreut. Das Brandobjekt wurde im Anschluss an die Polizei übergeben.