Unter der Führung des Vereins One Earth-One Ocean e.V. (OEOO) ist die Tauchergruppe an den kleinen Belt in Dänemark gereist, um dort alte Fischernetze zu suchen und vom Grund der Ostsee zu bergen.
Die OEOO ist ein gemeinnütziger Verein, der es sich zur Aufgabe gemacht hat Müll und nun auch alte Fischernetze aus den Meeren dieser Erde zu entfernen. Dazu steht dem Verein der Katamaran „Seekuh“ als Arbeitsplattform zur Verfügung. Die „Seekuh“ stellte sich als ideale Basis für ca. 10 Taucher und dem Bordpersonal heraus. Ausgerüstet mit einer Winde ist es problemlos möglich Gegenstände wie z.B. Netze an Deck zu hieven. Die Taucher konnten einfach über eine Leiter an Deck gelangen.
Die SDA ist ein Zusammenschluss von Tauchern aus Kiel die es sich zur Aufgabe gemacht haben, weltweit Geisternetze zu finden und zu Bergen. Seit 2019 arbeiten sie in Kooperation mit der OEOO.
Die Buchholzer Feuerwehrtaucher nutzen die Woche zur Ausbildung in Bergen und Heben von Gegenständen. Da hier eine hohe Dichte an unterschiedlichsten Gegenständen vorliegt, ist es eine ideale Ausbildungseinheit, um die Handhabung mit Hebemitteln zu üben. Nebenbei leisten sie dabei einen Beitrag zum Umweltschutz. Ein Erfahrungsaustausch zwischen Feuerwehrtauchern und anderen Tauchern, z.B. der SDA, ist für alle Beteiligten eine gute Sache.
Für die suche standen der OEOO Koordinaten u.a. aus Luftaufnahmen zur Verfügung. Nach Überprüfung der Positionen durch Taucher wurde der Fund bewertet. Um mehrere Positionen parallel zu überprüfen wurden Taucher mit unseren privaten Schlauchbooten zu den Positionen gefahren. Dadurch konnten schneller viele Punkte überprüft werden. Die Netze wurden in Tiefen von 30 m bis 2 m gesucht, gefunden und gehoben. Dazu gehört auch eine umfassende Tauchgangplanung. Die Netze wurden mit Hebekissen angehoben und bei Bedarf mit Händen weiter aus dem Meeresboden gegraben. Abschließend wurden sie mit der Winde der Seekuh an die Oberfläche gebracht. Zum Einsatz sind alle auf unserem Einsatzfahrzeug zur Verfügung stehenden Hebezeuge und Tauchgeräte gekommen. Tauchgänge von bis zu 65 Minuten in den geringen Tiefen waren die Regel.
In Summe haben die Feuerwehrtaucher insgesamt 78 Tauchgänge verschiedener Schwierigkeitsgrade absolviert. Dabei waren sie knapp 50 Stunden unter Wasser. Es wurden ca. 20 Netze verschiedener Größe mit einem Volumen von ca. 1m³ an die Oberfläche gebracht. Diese Netze stellen nun keine Gefahr für die Fische dar, und können auch kein Mikroplastik mehr absondern.
Das Ganze war eine großartige Teamleistung der OEOO, SDA und unserer Feuerwehrtaucher.
Am Sonntag sind wir dann, voll mit Eindrücken der Woche wieder unseren Standort angefahren und haben uns wieder einsatzbereit gemeldet.

Text und Fotos: Andreas Pohle