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Am 02. Februar 2024 fand wieder die Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Buchholz , Ortsfeuerwehr Dibbersen statt. Ortsbrandmeister Volker Kleeblatt führte die versammelten Kameraden im Rahmen seiner Rede durch ein aufregendes Jahr 2023.
Volker Kleeblatt schildert hier auszugsweise die Einsatzlagen, mit denen die ehrenamtlichen HelferInnen im letzten Jahr konfrontiert waren.
Anders als in den letzten Jahren waren es in diesem Jahr vor allem Brandeinsätze, zu denen die Ortswehr alarmiert wurde. Nicht nur die Aktivitäten eines vermuteten Feuerteufels auch der sehr trockene Sommer schafften hier zahlreiche Einsätze. Im vergangenen Jahr rückte die Ortswehr zu insgesamt 43 Einsätzen aus, sodass die Ortswehr Dibbersen auf insgesamt 1.036 Einsatzstunden aller Feuerwehrleute kommt. Hinzu kommen außerdem 402 Lehrgangsstunden und 1.174 Ausbildungsstunden. Auch die anwesenden Gäste, Herr Bürgermeister Röhse, Frau Anja Seefeldt für die erkrankte Ortsbürgermeisterin Birgit Albers und Herr Philipp Schlumbohm als Stadtratsmitglied Buchholz dankten den Einsatzkräften für die geleisteten Arbeiten und die investierte Zeit.
Da Funktionsträger alle drei Jahre neu gewählt werden müssen und der bisherige Atemschutzgerätewart Fabian Wendland sein Amt zeitlich bedingt nicht weiter fortführen kann, wählte die Versammlung Marvin Giesecke einstimmig zum neuen Atemschutzgerätewart. Volker Kleeblatt dankte dem scheidenden Fabian für sein geleistete Arbeit und wünschte dem neu gewählten Marvin alles Gute für die künftige Tätigkeit.
Derzeit sind 42 Männer und Frauen bei der Feuerwehr aktiv, 18 Mitglieder in der Jugendfeuerwehr sowie 13 Kameraden in der Altersabteilung.
Im feierlichen Rahmen wurden anschließend Jakob Tams für 25 Jahre und Werner Albers für 50 Jahre aktiven Feuerwehrdienst geehrt. Für 50-jährige Mitgliedschaft in der Freiwilligen Feuerwehr wurde Gerhard Warnecke geehrt und Hans-Christoph Frommann wurde sogar für 70-jährige Mitgliedschaft geehrt.
Eine ganz besondere Auszeichnung erhielt Ortsbrandmeister Volker Kleeblatt für seine jahrzehntelange Arbeit für die Feuerwehr, die er in verschiedenen Ämtern für die Ortswehr Dibbersen ausübte. Ihm wurde das silberne Feuerwehrehrenzeichen am Bande des Landes Niedersachsen verliehen.
Abschließend wurden noch Annika Köbernick und Philipp Henke zu Feuerwehrmännern /-frauen, Malte Peters und Marvin Giesecke zu Oberfeuerwehrmännern, Sabrina Jankowski zur Ersten Hauptfeuerwehrfrau und Ronny Christiansen zum Hauptlöschmeister befördert.

Am 24. Januar wurden die freiwilligen Helfer zu einem PKW Unfall alarmiert, da sich auf der Kreisstraße zwischen Dibbersen und Buchholz ein frontaler Unfall ereignet hatte.
Aufgrund der Wucht des Aufpralls wurde der Fahrer des einen Fahrzeugs in seinem Auto eingeklemmt. Unter Zuhilfenahme von hydraulischen Rettungsgeräten konnte die Person durch die Helfer schnell befreit und an den Rettungsdienst übergeben werden.
Gerade als die Einsatzkräfte wieder zurück zum Gerätehaus fahren wollten, sahen die Helfer einen weiteren PKW Unfall, bei dem sie kurzfristig die Verkehrsabsicherung übernehmen konnten.

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Am 12.09.2022 wurde die Ortswehr Dibbersen zu einer verunfallten Radfahrerin in den Wald bei Steinbeck alarmiert. Der bereits vor Ort befindliche Rettungsdienst hatte um Unterstützung gebeten, da in dem undurchsichtigen Waldstück die verletzte Person zunächst nicht auffindbar war. Nach rund 20minütiger Suche konnte schließlich die Frau, die von ihrem Fahrrad gestürzt war, gefunden und durch den Rettungsdienst versorgt werden. Anschließend wurde sie mit dem MTF der Feuerwehr ins Krankenhaus zur weiteren Untersuchung gefahren. Die Kameraden konnten nach rund einer Stunde wieder einrücken und den Einsatz beenden.

Am Montag, dem 29.08.2022, erfolgte um 08:18 Uhr die Alarmierung der Kameraden der Ortswehr Dibbersen und des Rüstwagens aus Buchholz. Der Fahrer eines PKW geriet aus bislang ungeklärter Ursache in eine Notlage, nachdem sein Auto mit hoher Geschwindigkeit über die Fahrbahn der angrenzenden Tankstelle hinaus, durch die Böschung bis auf die Abfahrt der B75 gerast war.
Dabei hatte sich das Auto so über der Leitplanke verkeilt, dass dem Fahrer ein selbständiges Verlassen des Autos nicht mehr möglich war. Unter Zuhilfenahme der Rettungsplattform des Rüstwagens konnte der Fahrer recht zügig aus dem verunfallten Auto befreit und an den Rettungsdienst übergeben werden.
Die ausgetretenen Betriebsstoffe wurden ebenfalls aufgefangen. Nach rund 40 Minuten konnten die Kameraden der Feuerwehr die Einsatzstelle wieder verlassen.

Am 29. Juni 2022 wurden die Ortswehr Dibbersen und der Rüstwagen der Ortswehr Buchholz auf die Bundesautobahn 1 Richtung Hamburg alarmiert.
Um 11 Uhr war es kurz vor Hamburg zu einem schweren Unfall auf der Autobahn gekommen und der anhaltende Rückstau ging bis über die Anschlussstelle Hittfeld hinaus.
Um 13.55 Uhr hatte der Fahrer eines Kleintransporters das Stauende übersehen und war zunächst gegen einen LKW geprallt und dann von der Fahrbahn abgekommen und hier gegen einen Baum geprallt. Der Fahrer war aufgrund der Schwere des Unfalls stark im Fahrzeug eingeklemmt.
Unter Zuhilfenahme von schwerem hydraulischem Rettungsgerät konnte der Fahrer nach rund 60 Minuten befreit und an den Rettungsdienst übergeben werden. Die Lage wurde zusätzlich erschwert, da das Unfallfahrzeug so in die Böschung geprallt war, dass es auch gegen Umfallen gesichert werden musste, weil die Kameraden auch im Fahrzeug arbeiten und den Patienten betreuen mussten.

Am 23.06.2022 wurden die Kameraden der Ortswehr Dibbersen um 22.01 Uhr zu einem schweren PKW Unfall auf der B75 zwischen Möbelkraft und dem Dibberser Kreisel alarmiert. Ein auf der Bundesstraße fahrender Mini war Richtung Buchholz unterwegs, als das Fahrzeug aus noch ungeklärter Ursache in den Gegenverkehr geriet. Hier kollidierte es frontal mit einem entgegenkommenden Audi.
Der Fahrer des Minis wurde dabei so stark in seinem Fahrzeug eingeklemmt, dass er noch an der Unfallstelle verstarb. Der Audifahrer konnte sich selbständig befreien und das Fahrzeug verlassen, er wurde schwerverletzt in ein Krankenhaus gebracht. Die Dibberser Kameraden schafften es nur unter Zuhilfenahme von schwerem Rettungsgerät einen Zugang zu dem Minifahrer zu schaffen, um diesen aus dem Fahrzeug bergen zu können. Aufgrund der Schwere des Einsatzes waren auch die Buchholzer Kameraden mit HLF und Rüstwagen alarmiert, blieben aber in Bereitstellung, um im Bedarfsfall unterstützen zu können.
Für die nötigen Polizeiermittlungen musste die Einsatzstelle für über 2 Stunden ausgeleuchtet werden. So endete der Einsatz um 0.30 Uhr für die ehrenamtlichen Helfer.

Am 23. Mai 2022 wurden die Kameraden der Ortswehr Dibbersen alarmiert, um die Kameraden der FF Hittfeld auf der Bundesautobahn 1 zu unterstützen. Hier war ein LKW zwischen Hittfeld und Dibbersen in Vollbrand geraten und musste nun abgelöscht werden. Da die eingesetzten Wehren aufgrund des großen Feuers inzwischen kein Wasser mehr in den Tanks hatten, wurden die Kameraden aus Dibbersen angefordert, um mehr Wasser zu bringen. Nach kurzer Anfahrt wurde das mitgeführte Wasser in das Löschfahrzeug der FF Hittfeld eingespeist und die Löscharbeiten konnten fortgesetzt und schließlich beendet werden. Die ebenfalls mit herangeführten Atemschutzträger wurden nicht benötigt.

Am 22.05.2022 erfolgte um 21.19 Uhr die Alarmierung der Kameraden der Ortswehr Dibbersen zu einer unklaren Rauchentwicklung im Wald bei Dangersen. Schon beim Eintreffen der Kräfte war eine deutliche Rauchentwicklung über dem Wald und dann kurze Zeit später ein deutliches Flammenbild im Wald erkennbar. Schnell wurde deutlich, dass hier ein Trecker in Brand geraten war und nun im Vollbrand stand. Durch das sehr schnelle und professionelle Vorgehen der Kameraden konnten die Flammen bekämpft und ein Ausbreiten der Flammen in der Vegetation verhindert werden. Auch das Wetter half hier mit. Glücklicherweise hatte es vorher ausreichend geregnet, sodass eine Ausbreitung der Flammen erschwert wurde. Ein solcher Brand in einer trockenen Phase hätte katastrophale Auswirkungen gehabt.
Nach dem Ablöschen des Brandes konnte die Polizei mit der Sicherung möglicher Spuren beginnen. Um eine weitere Umweltkatastrophe zu verhindern, wurden die im Tank verbliebenen Dieselreste abgepumpt und gesichert. Nach rund drei Stunden war der Einsatz für die Kameraden beendet.

Am Dienstag, dem 03.05.2022, erfolgte um 14.03 Uhr die Alarmierung der Kameraden der Ortswehr Dibbersen zu einem Einsatz auf der Bundesautobahn 1 in Richtung Hamburg. Ein PKW schien aufgrund der dichten Verkehrssituation auf einen LKW aufgefahren zu sein. Dabei war der Aufprall derartig stark, dass der PKW sich deutlich unter das Heck des Sattelauflegers der Zugmaschine geschoben hatte.
Die Fahrerin des PKW war dadurch derartig stark in ihrem Fahrzeug eingeklemmt, dass sie nur mit hydraulischem Rettungsgerät befreit werden konnte. Die Kameraden brachten daher Schere und Spreizer in Stellung und konnten die Fahrerin schnell befreien. Anschließend wurde sie an den Rettungsdienst übergeben, welcher sie dann umgehend in das Krankenhaus zur weiteren Behandlung bringen konnte.
Die Autobahn war für die Zeit des Einsatzes in Richtung Hamburg gesperrt, konnte aber schnell wieder freigegeben werden. Nach rund 45 Minuten war der Einsatz für die Kameraden beendet.
Aufgrund der aktuell insgesamt angespannten Verkehrssituation bittet die Freiwillige Feuerwehr alle Autofahrer um eine besondere Aufmerksamkeit in dieser durch zahlreiche Baustellen geprägten Zeit.

Am 12.05.2021 erfolgte um 19.06 Uhr die Alarmierung der Dibberser Kameraden mit dem Hinweis, dass ein PKW auf der A261 zwischen dem Buchholzer Dreieck und der Abfahrt Tötensen brennt. Zum Glück kam die ergänzende Info, dass keine Personen eingeklemmt wurden, sondern diese sich selbstständig befreien konnten.

Vor Ort stellten wir fest, dass das Fahrzeug auf der Gegenfahrbahn Richtung Bremen brannte, nachdem es sich überschlagen hatte und nun auf dem Dach lag. Aufgrund der starken Rauchentwicklung entschloss man sich, beide Fahrstreifen für die Dauer der Löscharbeiten zu sperren.

Unter außenluftunabhängigem Atemschutz wurde schnell gegen das lichterloh brennende Auto vorgegangen und dieses mit Wasser und Schaum schnell gelöscht. Unterstützt wurden wir von den Kameraden aus Leversen-Sieversen, die ebenfalls alarmiert worden waren und uns während der Brandbekämpfung mit Wasser aus ihrem Tanklöschfahrzeug versorgten. Neben den drei Personen, die glücklicherweise das Fahrzeug verlassen konnten, konnte auch ein Hund gemeinsam mit seinen Besitzern das Auto verlassen. Nach ungefähr eineinhalb Stunden konnte die Einsatzstelle an die Polizei übergeben werden.